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Young Roofers auf Kurs: Ausbildung auf See

yrc2025

Azubis von Hörnschemeyer Dächer tauschen Baustelle gegen Segelboot

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Eine Hörnschemeyer Idee sticht in See. Und vier Tage später steht ein Gemeinschaftserlebnis, dass alles übertroffen hat. Oder um es mit den Worten von David Marzetz und Finn Jansing zu sagen: „Es war, glaub ich, das witzigste, das verrückteste und gleichzeigt, auch das krasseste Abenteuer, was ich jemals in meinem Leben erlebt habe.“ „Ich bin mit der Erwartung hierhin gekommen, dass es geil wird und es ist noch geiler geworden, als ich es mir vorgestellt habe.“ Die Antwort auf die Frage, was die Auszubildenen von Hörnschemeyer Dächer so schwärmen lässt, führt auf die Nordsee. Dort haben sie mit sieben Azubis ein unvergessliches Wochenende auf einem Segelboot erlebt.
Young Roofers auf Kurs war die Aktion überschrieben, zu der der Dachdeckerbetrieb seine sechs Auszubildenden im ersten und zweiten Lehrjahr und einen Austausch-Azubi des ersten Lehrjahres aus Laichingen bei Ulm eingeladen hat. Mit zwei gerade ausgelernten Junggesellen, dem für Ausbildung verantwortlichen Dachdeckermeister, dem Standortleiter Hagen a.T.W. sowie Vertretern aus Marketing und Geschäftsleitung setzten sie im niederländischen Harlingen die Segel – nicht als Passagier, sondern als Teil der Crew von Olav Stig. Nach einem gemeinsamen Abend zum Start, bei der jeder seine Wünsche, Sorgen und Erwartungen teilte, nahm der Kapitän seine Mannschaft Freitag direkt in die Pflicht. Bei sechs bis sieben Windstärken segelten die Young Roofers mit der Maxima bei ordentlich Schräglage nach Terschelling. „Die Tage auf See haben gezeigt, dass unsere Idee voll aufgeht“, so Stefan Ast für die Geschäftsleitung des Dachdeckerbetriebs: „Zum einen ist es gelungen, eine Dynamik zu entfachen, wie wir sie uns vorgestellt haben. Zum anderen gab es viele schöne Parallelen zur Ausbildung, wie zum Beispiel der Gedanke, als Team mehr leisten zu können oder auch mal gegen den Wind performen zu müssen. Die Jungs haben am Segel genauso abgeliefert, wie in der Kombüse beim Bekochen der Crew durch das Tagesteam, das gleichzeitig auch für den Abwasch und das Putzen des Salons verantwortlich war.“ Geschäftsführer Holger Henzel sieht einen weiteren Aspekt: „Wie bei der Ausbildung geht es zunächst darum, das Einmaleins des Handwerks zu beherrschen“, erläuterte er bei seiner Knotenkunde inklusive gemeinschaftlichem Seemannsquiz mit einigen Erklärungen und vielen Anekdoten des begeisterten Seglers.
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Davon, dass längst nicht alles beim ersten Mal klappt, hat sich das Team Hörnschemeyer ebenso wenig vom Kurs abbringen lassen, wie von Regen und Wind an Tag drei. OK, acht bis zehn Windstärken waren dann schon ein guter Grund nicht auszulaufen. Aber dann gingt es eben spontan mit Fahrrädern über die Insel Terschelling an die raue Wasserseite zur offenen Nordsee. Der Landgang führte durch die malerische Hafenstadt, mit den Füßen in die Nordsee inklusive Quallen-Berührung, ins Wrakkenmuseum mit seinen in vergangenen Jahrhunderten gestrandeten Schätzen und endete mit einer Runde Wikingerschach am Strand. Ein besonderes Erlebnis war auch die Traumreise „Mein Kurs, mein Handwerk, mein Weg“, zu der sich die Yooung-Roofers-Crew nach Sonnenuntergang an Deck versammelte. Auf Isomatten liegend, den Blick in den Himmel gerichtet, ließen sie den von Stefan Ast vorgetragenen Sätzen folgend ihren Gedanken freien Lauf – vorbei an eigenen Stärken und Zielen, ihrer Rolle und den Chancen im Handwerk bis zur Bedeutung des Lernen Dürfens und dem Gedanken, eine Mannschaft zu sein. „Wir haben uns alle sehr gut verstanden, man konnte mit jedem reden – einfach ne geile Zeit“, so Linus Willmann.

Nicht mit auf der Traumreise und bei vielen anderen Programmpunkten waren die Mobiltelefone. Für diese gab es einen Handysafe an Bord – mit Erfolg. „Wir wollten mehr kommunizieren, statt aufs Handy zu gucken und die Jungs haben schnell gemerkt, dass das zwischendurch mal sehr guttut“, freut sich Ast, dass auch dieser Teil der Idee aufgegangen ist, besondere Ausbildungsmomente zu schaffen und den jungen Menschen etwas mitzugeben. Unter anderem mit dem Young Roofers Cup setzt sich Hörnschemeyer Dächer seit drei Jahren verstärkt dafür ein, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. „Das Segel-Event auf der Nordsee, das eigene Fitnessstudio Schwitzkasten oder die in Wallenhorst entstehende Ausbildungswerkstatt sind weitere wichtige Bausteine, um unsere Ausbildung und damit den Handwerksbetrieb zukunftsfähig aufzustellen“, so Henzel. „Ich weiß gar nicht wie oft ich das schon gesagt habe, ich komme aus dem Grinsen gar nicht mehr raus“, fasste Niklas Mönkedieck zusammen, der anfangs etwas Angst hatte, Seekrank zu werden am Ende gerne noch ne Woche so weiter gemacht hätte. „Die vier Tage waren mit das beste Erlebnis dieses Jahr! Es hat richtig Spaß gemacht mit den Jungs“, stimmte Luca Rösch zu, bevor es am Sonntag über die Seehundbänke vor Terschelling nach Harlingen zurück ging. Der Auszubildende von Bauer Bedachung in Laichingen war als zweiter Austausch-Azubi eine Woche bei Hörnschemeyer Dächer – noch so eine gute Ausbildungs-Idee. Zum Abschluss konnte er auf dem Segeltörn das Team Ausbildung noch einmal ganz anders erleben, bevor er Sonntagabend im Gegenzug Finn Jansing und David Marzetz mit auf ihre Austauschwoche auf der schwäbischen Alb nahm. Das besser kennenlernen betonten auch Julien Timo Werner und Mike Kinzel. Für die beiden sind sich zurückblickend einig, dass die Tour allen geholfen hat, näher zusammen zu wachsen und sich besser zu verstehen.

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