Hörnschemeyer Dächer erhält Förderpreis des Handwerk 2019

Auszeichnung des Förderverein Innungsbetriebe für besonderes Engagement als guter Arbeitgeber

Egal wie groß die Herausforderungen sind. Egal wie weit die Digitalisierung geht. Am Ende sind es die Menschen, die ein Unternehmen zu dem machen, was es ist. Das betonte André Schüller, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Osnabrück, zur Begrüßung der Gäste bei der Verleihung des Förderpreises des Fördervereins Innungsbetriebe Handwerk. Die Frage, warum unter den Gästen einige in traditioneller Dachdeckerkluft sitzen, war dann auch schnell beantwortet: Der Förderpreis 2019 geht an Hörnschemeyer Dächer aus Wallenhorst. Der Familienbetrieb wurde für besonderes Engagement im Bereich Ausbildung und Mitarbeitermotivation ausgezeichnet. Ina Hörnschemeyer und Holger Henzel nahmen die Auszeichnung stellvertretend für das ganze Team entgegen, von denen nicht wenige zu ihrer besonderen Freude mitgekommen waren ins Forum der Sparkasse Osnabrück.

Gemeinschaftsgefühl und Weitblick als Plus im Handwerk

Ihrer Mannschaft galt dann auch das erste dicke Dankeschön von Ina Hörnschemeyer, das zweite ihren Eltern, die ihr einen tollen Betrieb übergeben haben. „Blut ist dicker als DAX“, betonte sie anschließend und meinte damit nichts anderes, als das bei Hörnschemeyer wie im Handwerk üblich mit Weitblick und nicht zu allererst gewinnorientiert entschieden wird. Auch der Teamgedanke spielt eine wichtige Rolle: „Wir kennen uns alle und unterstützen uns gegenseitig, eben wie in einer Familie. Unsere Mitarbeiter sagen häufig: Das ist unser Unternehmen.“ Dieses Gemeinschaftsgefühl freut sie ganz besonders. „Wir versuchen unsere Mitarbeiter zu motivieren und auf ihrem Weg zu unterstützen. Diese Auszeichnung bestätigt uns auf unserem gemeinsamen Weg.“ Und weil das so ist, entscheiden bei Hörnschemeyer auch alle zusammen, wie das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro verwendet wird. „Ich freue mich auf tolle Ideen.“

Lob von allen Seiten: Menschen für das Handwerk begeistern

Er schätze Menschen, die sich nicht auf andere verlassen und etwas machen, um ein guter Arbeitgeber zu sein? betonte André Schüller und „diese Idee, selbst etwas zu tun, halte ich für gut durchdacht.“ Kreishandwerkermeister Siegward Schneider stimmte als Vorsitzender des Förderkreises zu: Hörnschemeyer sei für ihn ein „Leuchtturmbetrieb im Handwerk der Region“. In dritter Generation erfolgreich geführt, sei der Übergang von Generation zu Generation vorbildlich gelungen. Und Jens Listing, Vertriebsleiter der IKK classic, beantwortetet bei seiner Laudatio die Frage, was es noch braucht, um 75 Jahre erfolgreich im Handwerk zu arbeiten: „Ein entscheidender Faktor ist der Umgang mit den Mitarbeitern. Das hat Hörnschemeyer immer gelebt.“ Er selbst habe sich beim Besuch im Unternehmen ein Bild vom Wir-Gefühl gemacht, das man einfach spüre. Und dabei sei ihm ein Satz von Ina Hörnschemeyer ganz besonders im Gedächtnis geblieben: „Wir geben nicht auf junge Menschen für das Handwerk zu begeistern“.

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